Grundgedanke unseres Waldkindergartens ist die Auffassung, Natur als entwicklungsfördernde Ressource zu begreifen. Die Bewegung und Aktivität im Wald und am Strand fördern und stärken die Motorik und die Psyche der Kinder. Der Erfahrungsraum Natur ist frei von Reizüberflutung und Lärm, so dass die Kinder sich selbst und die Umgebung mit allen Sinnen erfassen können.

Die Natur bietet den nötigen Freiraum, um Eigeninitiative, Entdecker- und Abenteuerlust zu wecken. Die Kinder erleben konkurrenzfreie Situationen, da es Raum und Naturmaterial in Hülle und Fülle gibt. Es werden Alternativen zum üblichen Konsumdenken geschaffen, da das Spielmaterial nicht vorgefertigt, sondern organisch ist und durch seine Beschaffenheit zu vielfältigen Beschäftigungen anregt. Die Kinder kommunizieren reger miteinander und sind sehr kreativ und fantasievoll. Auf diese Weise wird das körperlich-seelische Wohlbefinden gefördert.

Zentral für unsere Arbeit im Kindergarten ist die Ansicht, dass Kinder sich ihren Lebensraum in eigenem Tempo erschließen und ihr Wissen selbst erarbeiten. Diese Selbstbildung unterstützen und begleiten wir und verstehen uns nicht als Allwissende oder Programm-Macher. Vielmehr sind wir Akteure, Betroffene und Partner bei den gemeinsamen Erlebnissen mit den Kindern.

Natürlich sind wir auch Beobachter und Impulsgeber, aber wir verstehen unsere pädagogische Arbeit als ein gegenseitiges Geben und Nehmen mit dem Ziel, dass jedes Kind seine individuelle Persönlichkeit optimal entfalten kann und zu einem, seinem Entwicklungsstand entsprechendem, seelischen, körperlichen und sozialen Gleichgewicht gelangt. Bei der Umsetzung dieser Ziele orientieren wir uns vor allem an Grundsätzen und Ideen der Montessori-Pädagogik.

Wir arbeiten mit einer altersgemischten Gruppe; neben übergreifenden machen wir aber auch spezifische Angebote für die drei vertretenen Altersgruppen. So findet z.B. ein gemeinsamer Morgenkreis statt, der Mittagskreis wird hingegen zweigeteilt. Nach dem Mittagessen unterscheiden wir die Schlaf-, Ruhe- und Vorschulgruppe.

In unserer Einrichtung versuchen wir das „Draußen“ mit dem „Drinnen“ zu verbinden, indem wir in Projekten und Themenwochen die Möglichkeiten der jeweiligen Erfahrungsorte miteinander kombinieren. So basteln wir zum Beispiel mit Material, das wir im Wald gesammelt haben oder gehen am Strand auf „thematische Spurensuche“ für unseren „Jahreszeitentisch“.

Die Kinder machen sich mit der Gemeinde Eichwalde vertraut, indem sie regelmäßig in die Bibliothek, zur Post, zur Feuerwehr oder zum Imker gehen. Wir binden auch ältere Gemeindemitglieder in unsere Arbeit ein, um die Beziehungen zwischen jung und alt zu erhalten und zu fördern: So kommt einmal monatlich „Opa Kuno“ und liest den Kindern Geschichten vor.

Durch Tagesausflüge in die nähere Umgebung von Eichwalde oder nach Berlin erleben die Kinder darüber hinaus in Angeboten von Museen, Theatern, Tierparks, Bibliotheken und anderen öffentlichen Einrichtungen Kulturräume, die dazu beitragen, ihren räumlichen und geistigen Horizont zu erweitern.

Ausführliche Informationen zu unseren konzeptionellen Grundsätzen und pädagogischen Zielsetzungen finden sich in unserer Konzeption.